»Zwei Minuten für die Sprache« im Juli: Drei gleiche Buchstaben hintereinander

Wie war das noch mit den drei gleichen Buchstaben, die in zusammengesetzten Wörtern aufeinandertreffen?

Wenn Sie sich dunkel erinnern, dass man in bestimmten Fällen einen dieser drei gleichen Buchstaben weglässt, in anderen aber nicht, können Sie diese Erinnerung getrost begraben. Inzwischen werden nämlich grundsätzlich alle drei Buchstaben geschrieben, ob auf diese Häufung nun ein Vokal (a, e, i, o, u) oder ein Konsonant folgt.

Dies ist einer von gar nicht so wenigen Bereichen, in denen die Rechtschreibreform Dinge vereinfacht hat. Der früher so oft als Beispiel bemühte Fetttropfen behält das dreifache t, die Schifffahrt schmückt sich seit der Reform mit einem dritten f (früher war die Schreibweise »Schiffahrt« richtig, weil auf die Stelle des Zusammentreffens ein a, also ein Vokal, folgt).

Es gibt wenige Wörter, in denen drei Vokale aufeinandertreffen, denn Doppelvokale am Wortanfang oder am Wortende sind im Deutschen selten. Wenn es hier aber doch einmal eine Verdreifachung gibt, ist sie meist schwer lesbar (»Teeei«, »Zooorganisation«). Hier empfiehlt sich ein Bindestrich: »Tee-Ei«, »Zoo-Organisation«. Wörter mit drei gleichen Konsonanten in Folge sind aber meist übersichtlich genug, um sie in einem Wort zu schreiben.

 

Dies ist die Juli-Ausgabe der »Zwei Minuten für die Sprache«, die ich an jedem ersten Freitag im Monat per Mail verschicke. Mehr Infos dazu gibt es hier.

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