»Zwei Minuten für die Sprache« im Dezember: Kopplungen mit Anführungszeichen

Mehrere Wörter, die zusammen eine neue Sache bezeichnen, müssen verbunden werden, um genau das deutlich zu machen. Über die Bindestrichkopplung habe ich vor einiger Zeit* schon mal geschrieben. Kurz zur Wiederholung: Es heißt

Max Planck, aber: Max-Planck-Institut;
Social Media, aber: Social-Media-Berater.

Eine Variante habe ich damals nicht behandelt. Bei Titeln ist es nämlich oft sinnvoll, mit Anführungszeichen zu arbeiten. Wenn Sie zum Beispiel von einem der Buchbände über Harry Potter schreiben, haben Sie zwei Möglichkeiten:

das Harry-Potter-Buch
oder: das »Harry Potter«-Buch

Beides ist korrekt. Wichtig ist nur, dass Sie nicht mischen: Wenn Sie den Titel in Anführungszeichen schreiben, schaffen Sie damit bereits die nötige Verbindung zwischen den Wörtern, die zwischen dem An- und dem Abführungszeichen stehen. Den Bindestrich brauchen Sie dann nur noch für die Verbindung mit dem folgenden Wort. Innerhalb der Anführungszeichen (»Harry-Potter«-Buch) wäre er eine Dopplung und damit falsch.

___

* Der komplette Newsletter aus dem September 2009 findet sich auf Seite 43/44 des »Zwei Minuten«-Buches.
 

Dies ist die Dezember-Ausgabe der »Zwei Minuten für die Sprache«, die ich an jedem ersten Freitag im Monat per Mail verschicke. Mehr Infos dazu gibt es hier.

Kategorien: Allgemein, Wussten Sie schon, ...? und getaggt , , , . | Kommentieren |

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder weitergegeben. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Sie können diese HTML-Tags und -Attribute verwenden <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*
*

*