Wem seins ist das?

Manche Leute haben Erklärungen auf Lager, auf die wäre ich im Leben nicht gekommen. Gerade das finde ich aber auch sehr spannend, denn so kann ich verstehen, warum jemand etwas falsch schreibt. Sehr erhellend (und, zugegeben, auch erheiternd) war für mich die Antwort auf eine Rechtschreibfrage in einem Online-Forum. Der Thread-Eröffner hatte gefragt, was denn nun richtig sei: »Max’s längliche Nase« oder »Max längliche Nase«.

Um die Antwort gleich mal vorwegzunehmen: Es ist beides falsch. Richtig ist hier der Genitiv »Max’«, und der Apostroph steht auch nur deshalb da, weil der Name Max mit einem s-Laut endet. Ist das nicht der Fall, hängt man einfach nur ein s an den Namen (»Rolfs«); ein solches s würde man im Fall von Max aber nicht hören. Also lässt man es weg und ersetzt es durch einen Apostroph.

Das konnten einige andere (wenn auch längst nicht alle oder auch nur viele) Forenteilnehmer auch erläutern. Einer aber schrieb Folgendes:

Mein erster Gedanke: Das könnte eine Erklärung dafür sein, dass sich der Deppenapostroph bei Namen so stark verbreitet hat. Zwar steht das, was weggelassen wird, hinter dem s, weshalb auch der Apostroph hinter dem s stehen müsste (»Max s’«) – aber wer wollte schon so kleinlich sein? ;-) Einen gravierenden Fehler hat die Theorie aber: Sie erklärt nicht, warum es dann bei Frauennamen nicht »Sabine’i« oder »Kunigunde’i« heißt, schließlich wäre es dort die Kurzform für »Sabine ihre« bzw. »Kunigunde ihre«.

Schade eigentlich.

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