Was ist eigentlich eine Spraksse?

Ich beherrsche das 10-Finger-System an der Tastatur blind, und ich bin schnell dabei. Aber es gibt ein paar Wörter, die kriege ich einfach nie auf Anhieb richtig auf den Bildschirm. Das ist so, als wären meine Finger anders programmiert. Fehler im System: Es ist nie auf Anhieb richtig – aber es ist immer exakt dieselbe falsche Buchstabenfolge.

Zum Beispiel schreibe ich jedes einzelne Mal

Spraksse,

wenn ich eigentlich »Sparkasse« schreiben will und nicht wirklich 100 Prozent meiner Konzentration darauf verwende, das richtig zu schreiben.

Geht das eigentlich noch jemandem so? Und wenn ja, mit welchen Wörtern?

Kategorien: Allgemein und getaggt , . | Kommentieren |

36 Kommentare

  1. Christian
    Am 24. März 2009 um 08:29 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ähnlicher Defekt hier. Die Sparkasse funktioniert, bei mir mutiert jedoch die Buchstabenkombnation „schla“ regelmäßig zu „schal“. Klappt natürlich nur in eine Richtung, sorgt aber dafür, dass meine Textentwürfe seit Jahren so wunderbare Begriffe wie Schalmassel, Schalf und Deutschalnd enthalten.

  2. Sprachpingel
    Am 24. März 2009 um 09:46 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Gestern war es bei mir das ck, das fast immer zu kc wurde …

  3. Thomas Kochler
    Am 7. April 2009 um 15:02 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Darf man ja fast gar nicht sagen, aber es ist ganz oft mein eigener Name, der in diversen Schreibweisen auftaucht … räusper …

  4. jens
    Am 8. April 2009 um 21:06 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Bei mir sind es so zentrale Begriffe wie Kommuniaktion und Managemnet, die gern mal schiefgehen. Und das obwohl ich deutlich weniger als 10 Finger benutze …

    Schöne Grüße
    Jens Helmbrecht

  5. Sprachpingel
    Am 9. April 2009 um 12:42 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Kommuniaktion ist aber doch super, auch als Firmenname! Google-Recherche ergibt allerdings leider (wie nicht anders zu erwarten), dass auf die Idee schon jemand anders gekommen ist.
    Ich habe gestern dauernd „frewillig“ geschrieben. Das erste i wollte nie mit.

  6. Christian
    Am 26. April 2009 um 18:45 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ganz neu: „Karslruhe“ – immer und immer wieder.

  7. Sprachpingel
    Am 19. Mai 2009 um 16:21 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Unteralgen – habe ich gestern in größerer Stückzahl produziert :-)

  8. Sprachpingel
    Am 30. Juni 2009 um 09:57 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Gerade schreibe ich an einem Text über Talente … die sind allerdings sehr eigenwillig und werden beinahe jedes Mal zu „Talten“. Argh!

  9. Marion Lustig
    Am 20. August 2009 um 08:42 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Frabe!
    Endlich darf ich es mal so tippen, wie es mir leicht von meinen Fingern geht.
    Dabei geht es in meinem Job als Mediendesignerin so oft um Farben, also wirklich ein Wort, dass ich inzwischen zu tippen gelernt haben müsste.

  10. Katja
    Am 23. Juni 2011 um 17:03 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Es gibt so viele Wörter, die ich wieder in der gleichen Weise falsch schreibe. Momentan fällt mir nur die „Schaltlfäche“ ein.

  11. Cat
    Am 7. Juli 2011 um 10:08 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Bei mir wird Kunst gern zu Knust. Schöne Knüste und so … Und mein Nachname ist so lang, daß ich den auch gern mal verbuchstabenwechsel.

    • Sprachpingel
      Am 7. Juli 2011 um 10:39 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Das mit deinem Nachnamen passiert ja nicht nur dir, und vor allem passiert es nicht nur beim Schreiben. Die Buchstabenfolge „korn“ ist den meisten Leuten offenbar geläufiger als „kron“. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

  12. Katja Heimann-Kiefer
    Am 24. Oktober 2011 um 08:27 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Eigentschaften, jetzt am Wochenende immer wieder gerne genommen.

  13. Jadzia Dax
    Am 24. Oktober 2011 um 08:32 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Bei mir ist es „Unternehemen“, wo die Finger nie genug vom ‚e‘ bekommen können. :)

  14. BFreith
    Am 4. September 2013 um 13:48 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ganz klar: dre statt der. Und Birtta. Immer wieder. Manchmal denke ich, ich sollte meinen Namen ändern :)

    • Sandra Walzer
      Am 4. September 2013 um 13:57 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Snadra und Birtta … ach schön. Mag ich.

  15. Sandra Walzer
    Am 4. September 2013 um 13:49 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ach je ach ja, das kenne ich nur allzu gut. Meine Finger sind vor allem schneller als der Kopf bei:

    – Kröper statt Körper
    – invidi … indvudi … individuell (klappt NIE auf Anhieb)
    – Kalsruhe wie oben schon genannt, tatsächlich auch bei mir
    – Snadra. Ja, peinlich. Aber: fast immer. Auch wenn’s der eigene Name ist.
    – to be continued – es gibt noch einige Kandidaten mehr.

  16. Sprachpingel
    Am 4. September 2013 um 13:53 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Jau, das mit meinem Namen kann ich auch gut. Wenn ich Mails mit Vor- und Nachnamen unterschreibe, bin ich mit dem Leerschritt oft schneller als mit dem e. Bis jetzt habe ich es aber immer noch gemerkt (hoffe ich).

  17. Rheumatologe
    Am 4. September 2013 um 14:01 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Passiert mir regelmäßig mit Schmerzen – ich tippe immer Schemrzen.

  18. Textzicke
    Am 4. September 2013 um 14:11 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Na dann oute ich mich mal: Ich bin Texterin, schreibe aber NICHT im Zehnfingersystem. Es ist eher eine Art „6-Finger-Adlerschwarm-Suchsystem“, aber hey, so what, ich bin damit schnell. Dumm ist, dass ich dabei auf die Tastatur schauen muss. Lustig ist, dass ich mich relativ häufig vertippe, das schon während des Vertippens bemerke, rasend schnell rückwärts lösche und korrekt weiterschreibe. Wer mir DABEI auf den Bildschirm kuckt, muss zwangsläufig verrückt werden.

    Aber Du wolltest wissen, was immer wieder falsch … also: „flasch“ … ? ;-)

    Da wäre das typische
    – „cih“ statt „ich“. Fast immer.
    – „Ardesse“ statt „Adresse“. Jessas.
    – „peilnich“ statt „peinlich“. Über den muss ich jedes Mal lachen.
    – Und – hallo Birtta, hallo Snadra: „Liluan“ (am iPhone) und „Llian“ (auf der Tastatur). Man sollte wirklich meinen, dass man sich selbst besser kennt, aber nee …

  19. frau_franz
    Am 4. September 2013 um 14:14 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Bei mir heißt es grundsätzlich „Weichnachten“.

  20. Karsten Sauer
    Am 4. September 2013 um 14:19 Uhr veröffentlicht | Permalink

    ‚ausfeigend‘ statt ‚aufsteigend‘. Vertipper kann ich!

  21. Chris
    Am 4. September 2013 um 14:23 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Sowas passiert mir ja nciht.
    Ich verhaue mich andauernd bei nessecary. Oder war es necessary?

  22. Wortwirrwarr
    Am 4. September 2013 um 14:25 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Schönes Thema. Ich habe auch so ein paar Dauerbrenner:

    – udn
    – furchtbar (statt „fruchtbar“ *prust*)
    – mein absoluter Dauervertipper lautet: Herzlich Egrüße

  23. Rüegg
    Am 4. September 2013 um 14:37 Uhr veröffentlicht | Permalink

    sozail vs. sozial

  24. Victor Dewsbery
    Am 4. September 2013 um 14:38 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Bei mir sind’s oft Buchstabenkombinationen mit „i“ und „o“.
    z.B. Natoin oder Natino (statt Nation). Solche Endungen gibt’s ja oft in meiner Zielsprache (Englisch).
    Und wo kein „i“ dabei ist, wird die Buchstabenfolge selbstverständlich ergänzt (wie in abouit oder ouit).
    Ach ja, und die übereilige Leerstelle kenne ich auch – ein besonderer Favorit ist „th ecat“ usw.

  25. BFreith
    Am 5. September 2013 um 08:50 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich bin übrigens immer noch sehr irritiert, dass es nicht „udn“ heißt. Heißt es nicht?

    ;)

    P.S.: nihct ist auch so ein Wort

  26. Markus Rieksmeier
    Am 5. September 2013 um 09:47 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich schreibe oft über „Verbaucher“, „Verbaucherschutz“ oder „Verbaucherschützer“ … ich scheitere auch daran, Word die Autokorrektur anzuerziehen.

    Also habe ich mich an „Verbaucher“ schon so gewöhnt, … und es passt doch! Verbraucher verbauchen: Obst, Gemüse, Fleisch … ich erwäge ein Buch darüber zu schreiben, aber der Verlag wird schimpfen.

    PS. Das Zehn-Finger-System, das heißt heute anders: Wischen!

    :-)

    • Sprachpingel
      Am 5. September 2013 um 09:54 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Hm, »verbauchen« als neues Wort für »essen«? In dir steckt ja ein echter Poet! ;-)

  27. Sprachpingel
    Am 5. September 2013 um 09:58 Uhr veröffentlicht | Permalink

    So viele neue Verschreibsler – ich bin begeistert! Was ein einziger Tweet so aus- und anrichten kann, danke Snadra ;-)

    Was mich angeht, habe ich bisher noch nicht erwähnt, dass ich fast grundsätzlich »Veraltung« schreibe, wenn ich »Verwaltung« meine. Gern genommen auch »Freuberufler« statt »Freiberufler«, wobei das ja wirklich einen ganz eigenen Charme hat und sehr wahr ist.

  28. Matthias Helberg
    Am 5. September 2013 um 10:10 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich schreibe ja ständig ‚Verischerung‘ statt Versicherung. Aber immerhin findet man mich nicht auf Seite 1 bei Google damit… :-)

  29. PurpurBête
    Am 6. September 2013 um 17:57 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Bin ich froh, dass ich nur noch selten eine Berwerbung schreiben muss. Wie oft ich das wohl flasch weggeschcikt habe (hehehe, gleich drei, nein, gleich sind es vier) meiner Libsten untergebracht.

  30. heinzkamke
    Am 24. Februar 2015 um 13:08 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Da grade drüben bei Twitter der Verweis auf diesen Text kam, will ich mich gerne einreihen: zumidnest. Fast immer.

  31. Snadra ;)
    Am 24. Februar 2015 um 13:11 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich erhöhe um „ergnmoisch“ oder „ergnomisch“ oder „ergnomomisch“. Und liebe Birtta: Bei udn bzw. nihct bin ich selbstverständlich dabei.

  32. Andrea
    Am 24. Februar 2015 um 13:23 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Sandrea statt „Sandra“ – liegt vermutlich an meinem Vornamen. Da lassen sich die Finger nicht mehr aufhalten.

  33. Katja
    Am 18. März 2015 um 12:17 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Auch ganz beliebt: Das „Besipiel“.

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