Unverzichtbar: Duden 1 und Duden 9

Ich werde immer wieder gefragt, welche Duden-Bände »man denn so haben sollte« – als jemand, der zwar viel schreiben muss, sich aber nicht hauptberuflich mit Sprache auseinandersetzt. Wir Sprachpingel haben natürlich eine ganze Reihe von Büchern und elektronischen Glossaren zur Hand, die wir konsultieren, allgemeine und auch solche für bestimmte Fachgebiete. Einige davon sehr speziell – mit dem Grammatik-Duden werde ich mich nie anfreunden! –, andere auch im Alltag sehr gut zu gebrauchen. Aber welche davon sind wirklich auch für Nicht-Lektoren sinnvoll und hilfreich?

Wirklich unverzichtbar sind aus meiner Sicht nur diese zwei Bände:

duden

Der gelbe Duden – klar, den kennt man: Rechtschreibung, Rechtschreibung, Rechtschreibung. Der kurze Weg zu richtigen Schreibweisen führt über die Suchfunktion auf der Duden-Website, aber ich selbst schlage auch sehr gern mal in einem »richtigen« Buch nach, wenn ich schon immer am Bildschirm lektoriere.

Völlig zu Unrecht weniger bekannt ist der grüne Duden, der gerade im Oktober in neuer, überarbeiteter Auflage erschienen ist und den ich weitaus häufiger zur Hand nehme als den gelben (okay, Rechtschreibung kann ich ja auch einigermaßen ;-)). Das »Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle« befasst sich mit Tausenden von Fragen, von denen man sich die meisten tatsächlich irgendwann in seinem (Schreiber-)Leben mal stellt. Zum Beispiel: Was ist der Unterschied zwischen »scheinbar» und »anscheinend«? Wie geht man orthografisch korrekt mit der Nennung beider Geschlechter in einem Text um? Wie ist das überhaupt mit Political Correctness in Texten? Meine Ausgabe ist voll mit kleinen Zetteln an den Stellen, die ich immer wieder mal nachlesen muss. Dieser Band erleichtert mir mein Lektorenleben sehr – und er eignet sich auch bestens für Nicht-Profis.

Wenn man diese beiden Duden-Bände griffbereit hat und benutzt, kann eigentlich schon gar nicht mehr so viel passieren. Wer mag, kann noch das Stilwörterbuch zur Hand nehmen, das viele Beispiele zur richtigen Anwendung von Wörtern bereithält.

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2 Kommentare

  1. Anselm Rapp
    Am 4. April 2017 um 09:48 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Zu gepflegtem Deutsch gehört unbedingt noch das Synonymwörterbuch. Das verwende ich mit Abstand am häufigsten, um wirklich treffendste Ausdrücke zu finden.

  2. Sprachpingel
    Am 4. April 2017 um 09:55 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Richtig, das ist auch sehr nützlich!

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