Sprachpingel im Wildpark

Die Übersetzerin Susanne Schmidt-Wussow aus Berlin war kürzlich mit ihrer Familie in einem Wildpark bei uns im Norden. Sie war sehr begeistert von den tollen und gut gepflegten Anlagen dort – dass das viel Geld kostet, spiegelt sich in den stattlichen Eintrittspreisen. Für das Lektorat der Beschilderungen war da offenbar kein Euro mehr übrig.

Da gibt es Schilder mit mehr als zweifelhafter Zeichensetzung in der Titelzeile – und überraschenden Vorschlägen für den Speiseplan der Besucher:

Und natürlich auch das unvermeidliche »Deppen Leerzeichen«:

Bei näherer Betrachtung zeigte sich, dass dieser Fauxpas bereits von anderen sprachpingeligen Besuchern bemerkt worden war. Und die hatten keine Mühe gescheut, mit den vorhandenen Mitteln zu retten, was hier zu retten ist: Zumindest die Andeutung eines Bindestrichs ist zu erkennen.


Hätte die Wildpark-Leitung vor der Herstellung dieses Schildes einen Lektor befragt, wäre die Schreibweise allerdings »Artenschutz« gewesen.

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