Kleiner Strich, große Wirkung

Diese Anmerkung fand ich kürzlich auf einer Internetseite, auf der Kleidung angeboten wurde:

(zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)

Schon vorne fehlt ein Bindestrich (»B-Qualitäten«), aber um den geht es mir jetzt gar nicht.

So, mit dieser Schreibung, sagt der Satz: In der Kleidung werden hin und wieder Maschinen gefunden! Aber wer will schon eine Kaffemaschine am T-Shirt kleben haben? Oder gar eine Waschmaschine? Abgesehen davon, dass das den Tragekomfort vermutlich nicht gerade erhöht, sieht es auch nicht besonders gut aus. Gut, dass es die optische Prüfung gibt!

Spaß beiseite: Gemeint sind natürlich Maschinenfehler und Druckfehler. Weil aber diese Dopplung des Wortteils »-fehler« holprig klingt, lässt man ihn beim ersten Wort weg – das ist völlig legitim und absolut im Sinne der Lesefreundlichkeit. Diese gute Absicht macht man aber sofort zunichte, wenn man hinter »Maschinen« keinen Auslassungsstrich setzt. Der heißt so, weil er anzeigt, dass hier etwas ausgelassen wurde, was an späterer Stelle im Satz zu finden ist. Richtig ist also

… da Maschinen- oder Druckfehler gefunden wurden, die …

Womit wieder einmal bewiesen wäre, dass Striche nicht egal oder vernachlässigbar sind.

Kategorien: Allgemein, Kleiner Fehler, große Wirkung, Knapp daneben ist auch vorbei und getaggt , , , , . | Kommentieren |

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