Ich heiße Erwin Lottemann … äh …

Es war auf Amrum, aber ich musste unweigerlich an Loriot denken. An den bedauernswerten Renter Erwin Lindemann, der von seinem Lottogewinn unter anderem eine »Herren-Butike« in Wuppertal eröffnen wollte und angesichts des Fernsehteams in seinem Wohnzimmer heillos durcheinandergeriet.

Tatsächlich wurde in der Zeit der großen Diskussionen um die Rechtschreibreform mal darüber debattiert, die Schreibung von aus anderen Sprachen importierten Begriffen einzudeutschen, also zum Beispiel »Butike« zu schreiben statt »Boutique«. Durchgesetzt hat sich das – mit gutem Grund – nur in sehr wenigen Fällen. Die Schreibung »Butike« steht zwar immer noch im Duden, aber nur so nebenbei. Die Redaktion empfiehlt dann doch die französische Schreibweise.

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3 Kommentare

  1. Annika
    Am 13. Oktober 2011 um 09:02 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Sehr schön! :-)

    Ich habe kürzlich auch online das Wort „Karantäne“ gelesen und musste sehr lange grübeln, bis ich darauf kam, dass damit „Quarantäne“ gemeint sein muss. „Karantäne“ steht zum Glück noch nicht im Duden.

    • Sprachpingel
      Am 13. Oktober 2011 um 09:07 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Stimmt, das steht nicht drin. Eigentlich ja inkonsequent, oder?

  2. Gezegen
    Am 25. Oktober 2011 um 21:59 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Immer gleiches Problem der fonetischen Sprachen wie Deutsch und Türkisch! Heisst es Tolstoi oder Tolstoy? Shakespeare oder Şekspir? Empfiehlt die Redaktion „Boutique“, was ist dann die Sünde des „inConsequent“?

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