Für die einen ist es ein Schluckauf, für die anderen ein Gluggsi

Vor einem Jahr habe ich schon einmal über den »Atlas zur deutschen Alltagssprache« berichtet, ein Projekt, das ich mit großem Interesse verfolge. Die Ergebnisse der neunten Runde, über die ich letztes Jahr berichtete, sind jetzt online, und gerade hat die zehnte Runde mit neuen Begriffen begonnen. Wie immer kann jeder mitmachen, der möchte. Besondere Rechtschreib- oder linguistische Kenntnisse sind nicht erforderlich, man sollte nur Auskunft darüber geben können, wie den Leuten in der eigenen Umgebung oder wahlweise der Heimatregion der Schnabel gewachsen ist.

Denn: Ziel der Linguisten ist es, die geografische Verbreitung und Verteilung von Bezeichnungen und Redewendungen zu dokumentieren. Dabei geht es ausdrücklich nicht um richtige oder falsche Wörter, sondern darum, was im alltäglichen Sprachgebrauch quer durch den deutschsprachigen Raum üblich ist. Meist sieht man ein Bild eines Gegenstandes und klickt dann eine oder mehrere Checkboxen mit den Bezeichnungen an, die man selbst als gebräuchlich empfindet.

Und nebenbei lernt man noch ganz wunderschöne neue Wörter: Aus dem letzten Jahr ist mir vor allem das (der?) Heubürzli in Erinnerung geblieben – so nennt man in Teilen der Schweiz einen Purzelbaum. Dieses Mal hat es mir »Gluggsi« angetan, ebenfalls ein Wort aus der Schweiz, und zwar für das, was zumindest wir hier im Norden Deutschlands als Schluckauf bezeichnen.

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