Das tut weh

Mundspülung soll Menschen helfen, die schmerzempfindliche Zähne haben. So weit, so richtig. Was aber auf dieser Flasche steht, ist sprachlicher Blödsinn – wenn auch von einer Art, die sich für viele erst auf den zweiten Blick offenbart. Sprachpingels Spezialgebiet!

Das zweite Versprechen lautet: Diese Mundspülung schützt vor Zahnhalskaries. Daran ist sprachlich nichts auszusetzen.

Wovor aber schützt sie zuerst?

Vor Zähnen.

Merken Sie was? Hier wird das, was geschützt werden soll – die Zähne –, verwechselt mit dem, wovor geschützt werden soll: nämlich der Schmerzempfindlichkeit. Ich treibe das Bild, das hier (versehentlich) gezeichnet wird, mal auf die Spitze, damit deutlich wird, woran es hapert: Niemand mit schmerzempfindlichen Zähnen wird Sie mehr beißen, wenn Sie Ihren Mund regelmäßig mit dieser Flüssigkeit spülen.

Klassischer Fall von »Aber man versteht doch, was gemeint ist!« – klar. Aber das hier ist nicht umsonst das Sprachpingel-Blog. ;-)

Kategorien: Allgemein, Kleiner Fehler, große Wirkung, Knapp daneben ist auch vorbei und getaggt , , , . | Kommentieren |

Ein Kommentar

  1. Am 20. Januar 2013 um 18:45 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Stimmt, Zahnpflegeprodukte verwenden oft ein Deutsch aus dem Paralleluniversum. So sieht man auf Verpackungen fast überall eine mysteriöse Farbe „Weiss“, obwohl man sich eher weiße Zähne wünschen würde.

    Ist das eine Hersteller-Verschwörung oder bloß eine trickreiche Maßnahme, um Enttäuschungen zu vermeiden, wenn die Beißerchen doch nicht heller werden? Bitte am Thema dranbleiben!

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