Das merk‘ ich mir!

Heute Morgen ging mir ein Satz durch den Kopf, den ich schon zu Schulzeiten gelernt habe:

Wer »brauchen« ohne »zu« gebraucht, braucht »brauchen« gar nicht zu gebrauchen.

In dieselbe Kategorie gehört dieser hier, auch wenn er etwas unfreundlicher formuliert ist:

Wer »nämlich« mit h schreibt, ist dämlich.

Ein dritter, der mir noch einfiel, ist inzwischen schon nicht mehr gültig:

Trenne nie das s vom t, denn es tut den beiden weh.

Inzwischen ist es nicht nur erlaubt, Wörter wie »Leistung« zwischen dem s und dem t zu trennen – es ist die einzig richtige Möglichkeit.

Da geht doch noch was – oder nicht?
Ich bin ziemlich sicher, dass diese drei nicht die einzigen Merksätze sind, die helfen, sich richtige Schreibweisen einzuprägen. Vielleicht gibt es sogar regionale Besonderheiten dabei, also zum Beispiel Sätze, die im Süden der Republik jeder aufsagen kann, die im Norden aber völlig unbekannt ist?

Welche Reime, Geschichten, Merksätze oder andere Eselsbrücken zum Thema Rechtschreibung kennen Sie/kennt ihr?

Kategorien: Allgemein und getaggt , . | Kommentieren |

10 Kommentare

  1. Tina
    Am 10. November 2010 um 16:20 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Kürzlich entdeckte ich sie selbst erst: In der Liste der Merksprüche aus Wikipedia ist das eine oder andere Sprüchlein dabei. :) https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Merkspr%C3%BCchen#Deutsch

    Ich bin gespannt, welche Merksätze hier noch vorgestellt werden.

    Viele Grüße
    Tina

    • Sprachpingel
      Am 10. November 2010 um 16:26 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Danke für den Link! Den hatte ich vorhin auch schon mal zu fassen. Ich bin sicher, es gibt noch mehr als die, die dort aufgeführt werden.

  2. Kerstin Boll
    Am 11. November 2010 um 08:51 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich hab‘ auch noch einen gefunden:

    „Doppel-a, das ist doch klar, sind in Waage, Haar und Paar“

    Herzliche Grüße
    Kerstin

    • Sprachpingel
      Am 11. November 2010 um 09:14 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Oh, den kannte ich noch nicht. Danke!

  3. Jan Fischbach
    Am 12. November 2010 um 11:17 Uhr veröffentlicht | Permalink

    „Die Wortbausteine vor und ver schreibt jeder Herr und jede Frau mit Vogel-V.“

    • Sprachpingel
      Am 12. November 2010 um 11:19 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Vielen Dank, auch der ist mir bisher noch nicht begegnet!

  4. Thomas Kilian
    Am 18. November 2010 um 09:34 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Den zweiten kenne ich nur so: „Wer nämlich schreibt mit „h“, ist dämlich ganz und gar.“

    Unser Lateinlehrer hatte immer noch „Häschen-Sprüche“:
    „Hattu Klammer, settu Komma.“

    „Sowohl als auch kann man sowohl mit, als auch ohne Komma schreiben…“

    Schöne Grüße in die Runde,
    Thomas#

    • Sprachpingel
      Am 18. November 2010 um 10:09 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Hallo Thomas, das mit „sowohl – als auch“ führt aber in die Irre, denn es ist falsch: Das geht immer ohne Komma (auch schon nach den alten Regeln).
      Und kannst du den mit der Klammer bitte noch mal erklären? Den verstehe ich nämlich nicht.

  5. Martina Bloch
    Am 26. November 2010 um 10:32 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Hi, Jule, mir ist auch noch einer eingefallen:

    mir und mich verwechsle ich nicht, das kann mich nicht passieren.

    • Sprachpingel
      Am 26. November 2010 um 10:35 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Hallo Martina, danke! :-)

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