Dahoam is dahoam!

Ein Immobilienportal schaltet Werbeanzeigen auf anderen Websites. Diese Anzeigen sehen zum Beispiel so aus:

Ich kann gar nicht oft genug sagen, wie faszinierend ich es finde, wenn Menschen nicht einmal die Begriffe aus ihrem eigenen Tätigkeitsfeld richtig schreiben können (Pitschbein und so, Sie wissen schon). Die Begriffe »zu Hause« und »Zuhause« gehören definitiv zum Standardvokabular von Maklern und sonstigen Immobilienmenschen. Da erwarte ich dann aber schon, dass sie sie auseinanderhalten und erkennen können, welchen sie jeweils meinen.

Im Einzelnen:

  • Das, was in dieser Anzeige gemeint ist, ist eine Wohnung, ein Haus oder eine sonstige Unterkunft, die Menschen auf Dauer beheimatet: das Zuhause. Das ist ein Substantiv und wird deshalb großgeschrieben – und in einem Wort.
  • Ein solches Zuhause ist ein Ort, an dem Menschen zu Hause sind. Die Schreibung in zwei Worten ist ein Adverb: sich zu Hause fühlen, zu Hause bleiben, zu Hause sein. Möglich ist hier auch die Schreibung »zuhause«, in jedem Fall wird das Ganze aber mit kleinem z geschrieben.
  • Wenn man mit »Wo?« danach fragen kann, schreibt man korrekt »zu Hause«. Fragt man hingegen mit »Was?«, muss es (das/mein/in meinem …) »Zuhause« heißen.

Zurück zur obigen Anzeige: Sie fragt potenzielle Kunden, ob sie zu Hause – also (wo?) in ihrer Wohnung oder ihrem Haus – neue Dinge suchen. Viele Menschen suchen und finden in ihrem Zuhause dauernd Dinge – in der Regel allerdings eher keine wirklich neuen :-)

Richtig wäre gewesen:

Neues Zuhause gesucht?

Und das haben die Macher des Portals in anderen Anzeigen interessanterweise auch begriffen:

Vielen Dank an Sabine für den Hinweis!

 

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