Anglizismus des Jahres – mal im Positiven

Gestern bin ich über Twitter auf eine Aktion aufmerksam geworden, die ich höchst spannend finde: Da sucht eine Jury den Anglizismus des Jahres 2011.

Zuerst dachte ich – wie wahrscheinlich viele andere auch –, es ginge wieder einmal darum, hirnlose Übernahmen aus dem Englischen an den Pranger zu stellen. Gern gemacht, laut gelacht und das neue Sprachbewusstsein am nächsten Tag wieder vergessen.

Aber hier geht es um das genaue Gegenteil: Die Jury sucht nämlich solche Anglizismen, die gerade nicht genauso gut auf Deutsch ausgedrückt werden könnten. Ich zitiere aus den Nominierungsbedingungen:

Das Wort füllt eine interessante Lücke im deutschen Wortschatz, entweder, indem es eine vorhandene Wortbedeutung weiter ausdifferenziert oder indem es ein Wort für etwas bereitstellt, was es vorher nicht gab oder was vorher nur mühsam umschrieben werden konnte.

Sicher, der größte Teil der Anglizismen, die wir im täglichen Sprachgebrauch so von uns geben, ist überflüssig; ihr Inhalt ließe sich ebenso auf Deutsch sagen. Aber es gibt sie, diese Sonderfälle, die sich einfach nicht  ohne Verluste in Deutsche übertragen lassen. Ein Beispiel aus der jüngsten Zeit: »liken« ist einfach nicht dasselbe wie »mögen« und schon gar nicht adäquat ersetzbar durch »den Gefällt-mir-Knopf drücken«.

Um solche Begriffe geht es hier, und ich bin sehr gespannt, welche noch vorgeschlagen werden. Neu sollen sie sein und aus dem Englischen kommen, Produktnamen sind vom Wettbewerb ausgeschlossen. Hier könnt ihr/können Sie noch einmal alles nachlesen und Vorschläge einreichen: Anglizismus des Jahres 2011.

Mehr über die Hintergründe und auch über die diesjährige Jury findet sich in diesem Beitrag von Anatol Stefanowitsch im Sprachlog.

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