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Heath Ledger und die Vollgummi-Comics

Die Reihe der verrückten interessanten Suchbegriffe, die Leute auf meine Seite führen, nimmt kein Ende – hier kommt Teil 5.

dr. pingel comics
Schöne Idee … merk ich mir!

was ist ein pingel brif
Ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung.

wenn mit „sie“ die wohnung gemeint ist dann „sie“ groß schreiben?
Sprichst du mit deiner Wohnung? Und siezt du sie? Dann ja.

mecker doch mal
Ja, immer raus damit, das kann unheimlich befreiend sein!

verb von dezember
Merke: Man kann fast alle Verben substantivieren. Umgekehrt ist das schwieriger.

adjektiv zu 2012
He … was soll das denn werden, wenn es fertig ist?

heath ledger lebt noch
Klar. Hat Michael Jackson neulich gesagt, oder?

knapp daneben ist nicht vorbei
Doch.

vollgummi schimpfwort
Ja, in Österreich! Und Vollgummis Frau heißt übrigens Trutsch.

sich leicht und offen freuen können ist as zeichen einer edlen gesinnung.”
Amen.

 

Weitere Suchbegriffe:

Teil 1: Abnehmen mit schlechter Begründung

Teil 2: Ferien mit Sprach

Teil 3: Häschensprüche, krasse Makler und der Pingelknopf

Teil 4: Kaffee aus eigener Schlachtung

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»Zwei Minuten für die Sprache« im Mai: Wörter und Worte

Sagen Sie mal ganz spontan: Wie lautet die Mehrzahl von »Wort«?

Wenn Sie jetzt »Wörter« gesagt haben, liegen Sie richtig. Wenn Ihre Antwort »Worte« war, haben Sie ebenfalls recht. Beide Pluralformen sind richtig, aber sie sind nicht gleichwertig. Und das hat nichts mit Sprachstil zu tun, nichts mit Alltags- und gehobener Sprache. Der Unterschied ist inhaltlicher Natur.

Der Plural »Wörter« bezeichnet mehrere einzelne, aber jeweils für sich stehende Begriffe: Einzelwörter, Tätigkeitswörter, Fremdwörter, Schimpfwörter, ein Nachschlagewerk mit soundso vielen Stichwörtern.

Wenn umfangreichere Äußerungen, Aussprüche, Erklärungen oder Reden gemeint sind, die mit dem Plural von »Wort« bezeichnet werden sollen, ist »Worte« richtig:

Er wählte seine Worte mit Bedacht.
Viele Zitate von Wilhelm Busch sind geflügelte Worte.
Zum Abschied gibt es einen Händedruck und ein paar warme Worte.

Der Plural von »Sprichwort« heißt übrigens »Sprichwörter« und nicht »Sprichworte«, wie man vielleicht meinen könnte. Ein Sprichwort ist eine feste Einheit, unabhängig davon, welche Person es wann und wo ausspricht. Diese Einheit bleibt immer gleich, deshalb wird der Plural hier gebildet wie bei den Einzelwörtern. Anders ist es zum Beispiel bei einem Grußwort: Dessen Plural lautet »Grußworte«.

 

Dies ist die Mai-Ausgabe der »Zwei Minuten für die Sprache«, die ich an jedem ersten Freitag im Monat per Mail verschicke. Mehr Infos dazu gibt es hier.

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Professionelle Demontage

Online-Stadtpläne enthalten ja mittlerweile jede Menge Informationen – nicht nur über Straßen und öffentliche Verkehrsmittel, sondern auch über Behörden und sonstige öffentliche Einrichtungen, über Kirchen und auch über den Einzelhandel.

Kürzlich fand ich dies hier:

Bildschirmfoto 2013-04-25 um 09.33.18

Der doppelte Apostroph machte mich dann doch stutzig, war mir doch nie aufgefallen, dass dieser Pizzadienst auch den Deppenapostroph im Namen führt. Und siehe da: Das falsche Häkchen bei »Profi’s« hat offenbar tatsächlich der Stadtplan-Anbieter reingebracht, die Pizza-Kette selbst schreibt korrekt »Profis«.

Nichtsdestotrotz gehört zwischen »Pizza« und »Profis« ein Bindestrich. Und auch beim eigentlichen Firmennamen (der hier 1:1 wiedergegeben ist) kann man darüber streiten, ob der Apostroph vor dem s korrekt ist. Er wäre es, wenn der Name als englisch bzw. amerikanisch anzusehen wäre. Dafür gibt es aber keinen Anhaltspunkt, schließlich ist »Pizza-Profis« – ob nun mit oder ohne Apostroph oder Bindestrich – definitiv kein englischer Ausdruck.

Jetzt hab ich Hunger.

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Wie genervt sind Sie?

Ich bin kein übermäßig großer Fan von Sportsendungen im Fernsehen, aber ich gehe ihnen auch nicht aus dem Weg. Will sagen: Es ergibt sich häufiger mal, dass ich hängen bleibe. Und immer wieder schüttele ich den Kopf über die sinnbefreiten Interviews mit Sportlern direkt nach dem jeweiligen Spiel bzw. dem jeweiligen Wettbewerb. Japsend stehen sie vor der Kamera, gucken – von wenigen Ausnahmen abgesehen – überall hin, nur nicht in Richtung des Reporters, der ihnen das Mikro unter die Nase hält, und setzen wie automatisiert Textbausteine zusammen, die sie im Pressetraining ihres Vereins eingetrichtert bekommen haben. Besonders häufig kommen dabei Formulierungen mit »Leistung abrufen« vor – wahlweise in positiver oder negativer Ausprägung.

Informationsgehalt dieser Interviews in Summe: null.

Vielleicht hängt es damit zusammen, dass die Reporter in den letzten Jahren auffällig oft Wie-Fragen formulieren, die an Dämlichkeit kaum zu überbieten sind:

WIE enttäuscht/glücklich/stolz/verärgert (…) sind Sie?

Vermutlich sollen das offene Fragen sein – mit der Absicht, ausführlichere und individuellere Antworten zu bekommen. In der Praxis funktioniert das kein bisschen. Die Antwort beginnt dann mit »Sehr«, und danach geht es genauso weiter wie oben beschrieben.

Sehr oft denke ich, es wäre für alle Beteiligten (einschließlich der Zuschauer) besser, auf diese Interviews direkt nach dem Spiel/Zieleinlauf zu verzichten. Lasst doch die armen Jungs und Mädels in Ruhe ausschnaufen, feiern oder wahlweise sich ärgern und quält sie nach all der körperlichen nicht auch noch mit Kopfarbeit!

Andererseits: Gäbe es solche Interviews gar nicht mehr, wären wir gerade im Fußball definitiv um einige der schönsten Zitate ärmer … ;-)

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Herzlich willkommen! (Teil 3)

Wie sagt man so schön: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen …

Die Bäckerei Schmidt in Hamburg-Barmbek bekommt ebenfalls ein Sternchen für die richtige Schreibweise:

Reihe »Herzlich willkommen!«: Teil 1, Teil 2.

 

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Geschlechtergerechte Sprache – schwierige Sprache

Der Grundgedanke der »geschlechtergerechten Sprache« ist ja nicht grundsätzlich falsch. Und doch kostet es einiges an Verrenkungen, einen Text wirklich so zu schreiben, dass Männer und Frauen gleichermaßen angesprochen sind. Beide Formen auszuschreiben, macht einen Text sperrig und schwieriger zu lesen, die Klammern im Wortinneren funktionieren nicht immer, das sogenannte Binnen-I ist nicht erlaubt. Der Spagat zwischen politischer Korrektheit und Lesbarkeit ist manchmal ganz schön groß.

parson communication, ein Unternehmen für technische Dokumentation und Wissensmanagement, hat dazu gerade gebloggt – der Artikel »Liebe Diebinnen und Diebe« gibt einen guten Überblick über die Möglichkeiten und Fallstricke in diesem Zusammenhang.

Und wie handhaben Sie/handhabt ihr es mit diesem Thema in der Unternehmenskommunikation?

 

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Weitere Artikel von mir zur geschlechtergerechten Sprache:

Wie ist eigentlich die weibliche Form von »Gast«?

»Vorständin« im Online-Duden – wie bitte?!

Gendern, bis die Ärztin kommt

 

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»Zwei Minuten für die Sprache« im April: hinauf oder herauf?

Bei vielen Sprachfragen wissen die meisten Muttersprachler auf Nachfrage durchaus, wie etwas richtig heißen muss. Und doch kommt es nicht nur in der Umgangssprache, sondern auch im geschriebenen Deutsch oft zu Verwechslungen. Das gilt auch für die Begriffspaare »hinauf/herauf«, »hinein/herein« und »hinunter/herunter«.

Sowohl »hin« als auch »her« drücken eine Bewegungsrichtung in Bezug auf den Sprecher bzw. dessen Position aus. Dabei bezeichnet »hin« die Bewegung von dieser Position weg, meist in Kombination mit dem Verb »gehen«: Jemand geht eine Treppe hinunter, zur Tür hinaus, den Berg hinauf.

Mit »her« dagegen ist die Bewegung zum Sprecher bzw. zu dessen Position hin gemeint. Sie steht meist in Kombination mit dem Verb »kommen«: Eine Person kommt die Treppe herunter, zur Tür herein, den Berg herauf.

Bei anderen Kombinationen als mit »gehen«, »kommen« oder sonstigen bewegungsbetonten Verben (etwa »klettern« oder »laufen«) ist die Unterscheidung tatsächlich nicht mehr so strikt: Man kann zum Beispiel ein versalzenes Essen hinunter-, aber auch herunterzwingen. Bei übertragener Bedeutung kommt »hin« dagegen fast gar nicht vor: ein Buch herausgeben, jemanden herabwürdigen, ein heruntergekommenes Haus usw.

Dies ist die April-Ausgabe der »Zwei Minuten für die Sprache«, die ich an jedem ersten Freitag im Monat per Mail verschicke. Mehr Infos dazu gibt es hier.

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So viel zum Kirchentag

Anfang Mai dieses Jahres wird es voll an der Elbe: Der 34. Evangelische Kirchentag findet in Hamburg statt. Entsprechend leuchten überall die blauen Plakate mit dem Motto der Veranstaltung, das da lautet:

Soviel du brauchst (2. Mose 16, 18)

Jedes Mal, wenn ich eins dieser Plakate sehe, juckt es mich in den Fingern, den Rotstift anzusetzen. Denn wie ich hier bereits zum Thema »soweit vs. so weit« schrieb, ist die Zusammenschreibung nur in sehr wenigen Fällen richtig – nur dann nämlich, wenn es sich um eine Konjunktion handelt, die einen Nebensatz einleitet und dabei diesen vorsichtig einschränkt (Beispiel: »Soweit ich weiß …«). Das gilt für »soviel« genauso.

Der Knackpunkt hier – und der vermutliche Grund für die Falschschreibung – ist, dass die Zusammenschreibung vor der Reform richtig war.

Natürlich wurde die Bibel weit vor der Rechtschreibreform übersetzt. Das ist aber wohl kaum ein Grund, sich nicht an die jetzt geltenden Regeln zu halten. Schließlich werden inzwischen sämtliche Schulbücher und auch die meisten Neufassungen von Übersetzungen in reformierter Rechtschreibung veröffentlicht.

Nun weiß ich nicht, ob es eine bewusste Entscheidung war, die alte Schreibung beizubehalten, oder ob man nur auf ein Korrektorat verzichtet hat. Aber gerade bei einem Motto, das nicht erst an den fünf Tagen der Veranstaltung allgegenwärtig sein wird, ist es umso bedauerlicher, dass nun viele weitere Menschen die falsche Schreibweise »lernen«. Schade!

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Herzlich willkommen! (Teil 2)

Puh. Ich kann gar nicht sagen, wie viele falsch geschriebene Willkommensgrüße ich gesehen habe, seit ich am 25. Januar meine Sammlung begonnen bzw. ausgerufen habe. Dass ein korrekt geschriebenes »Herzlich willkommen!«, also mit kleinem w, selten zu finden ist, wusste ich ja schon. Dass es allerdings so schwierig ist, hätte ich nicht gedacht.

Und genau darum soll es ja gehen: Ich will die guten Beispiele hervorheben – nicht nur aus Hamburg, sondern auch aus anderen Teilen der Republik. Deshalb freue ich mich auch über Zusendungen!

Hier also das zweite der seltenen positiven Fundstücke: Die Thalia-Buchhandlung in Hamburg macht es in ihren Kassendisplays auch richtig.

 

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Vertrauen in den Glauben?

Dies hier habe ich neulich in einer Tageszeitung gefunden. In dem Artikel ging es um Managergehälter. Bei der Wiedergabe einer Einschätzung der Kanzlerin hat der Autor oder die Autorin allerdings eine Ecke zu viel genommen:

Selbst wenn Frau Merkel tatsächlich etwas von »Vertrauen in den Glauben« in ein Mikrofon gesagt haben sollte – das hier ist nicht als wörtliches Zitat gekennzeichnet. Und einem Journalisten darf man wohl zutrauen, dass er sprachlich glättet, wo nötig.

Man vertraut auf etwas oder man glaubt an etwas – beides ist möglich. Ob man hier die eine Wendung nimmt oder die andere, ist Geschmackssache (für mich ist Vertrauen der geeignetere Begriff):

Gehaltsexzesse erschütterten das Vertrauen der Bürger, dass es in der Wirtschaft gerecht zugehe.

oder

Gehaltsexzesse erschütterten den Glauben der Bürger daran, dass es in der Wirtschaft gerecht zugehe.

 

Wenn wir als Bürger darauf vertrauen, dass wir auch weiterhin an etwas glauben werden, dann sind wir wohl nicht mehr zu retten.

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