Liebster Award: Wer nominiert ist, soll schreiben!

Heike Baller von der Kölner Leselust hat mich hier für den Liebster Award nominiert. Vielen Dank dafür – da lass ich mich nicht lumpen!

Für alle, die den Begriff zum ersten Mal lesen: Der Liebster Award ist dazu gedacht, weniger bekannte Blogs bekannter zu machen. Wobei »Bekanntheit« in diesem Fall offenbar etwas einseitig nach der Zahl der Facebook-Fans bemessen wird – wenn es danach ginge, hätte noch gar nienich irgendjemand dieses Blog jemals gesehen. 😉

Für den Liebster Award wird man von anderen Bloggern nominiert, bekommt und beantwortet 11 Fragen und nominiert wiederum 11 Blogger, denen man 11 neue Fragen stellt.

Alles klar? Dann los mit Heikes Fragen!

Was war der Auslöser fürs Bloggen?

Die Tatsache, dass ich beim Einkaufen, beim Spazierengehen, beim Lesen von Büchern, Zeitschriften und Zeitungen und überhaupt überall über die seltsamsten und – im einen oder anderen Sinn – bemerkenswertesten Formulierungen und sprachlichen Fehltritte stolpere. Diese Fundstücke kann ich in meiner täglichen Arbeit als Lektorin nicht direkt verwerten, sammle sie aber seit jeher trotzdem, weil ich einfach nicht anders kann. Die meisten davon sind viel zu schade für die virtuelle Schublade, und ein Blog ist der ideale Aufbewahrungsort – das fand ich vor über sechs Jahren, und das finde ich auch heute noch.

Wie weit bestimmt das Bloggen Deine Wahrnehmung im Alltag?

Nicht allzu sehr. Oder nein, anders gesagt: Meine Aufmerksamkeit richtet sich berufsbedingt sowieso ständig auf sprachliche Feinheiten. Ich muss im Alltag eher meine Sensoren auf »weniger empfindlich« einstellen: Bliebe ich an jedem Tippfehler und jeder schrägen Formulierung hängen, hätte ich dauergewellte Fußnägel und käme aus dem Bloggen gar nicht mehr raus.

Gibt es Blogs, in denen Du gern mal Gast wärst?

Gute Frage! So spontan fällt mir da kein bestimmtes Blog ein. Aber ich könnte mir zum Beispiel gut vorstellen, mal im Blog eines Maklers zu schreiben, denn die Maklersprache ist ja so ein kleines Steckenpferd von mir, dem ich hier im Blog sogar eine eigene Kategorie gewidmet habe.

Hast Du Rituale beim Schreiben?

Nein.

Machst Du einen Plan fürs Bloggen oder muss es einfach sprudeln?

Ich blogge so, wie es sprudelt und wie meine Auftragslage mich lässt: mal mehr, mal weniger, aber wenn, dann immer mit Spaß und Herzblut. Zeitlich und inhaltlich geplant ist mein Newsletter Zwei Minuten für die Sprache, der dann auch ebenso regelmäßig hier im Blog erscheint; alles andere kommt, wie es kommt.

Wie sorgst Du für Verbreitung Deiner Inhalte?

Über Twitter, über Xing – und auf vielen anderen Wegen. Und manchmal sorgt auch jemand anders. Wenn, so wie neulich, mein Blog und mein Newsletter – ganz ohne mein Zutun – in einer Fachzeitschrift empfohlen werden und daraufhin die Anmeldezahlen für den Newsletter in die Höhe schnellen, freu ich mich wie Bolle.

Worüber willst Du auf jeden Fall noch mal schreiben?

Ich verblogge, was mich anspringt; oft bringen mich auch Follower bei Twitter oder meine Newsletter-Abonnenten auf Fragen im Zusammenhang mit Sprache und Rechtschreibung, die mir so gar nicht präsent waren. Die notiere ich in einer kleinen Sammlung und greife sie auf, wenn es passt.

Allerdings: Hätte ich ein spezielles Thema, das mir schon ewig förmlich auf der Seele liegt und das einfach noch nicht reif ist, würde ich es hier wahrscheinlich noch nicht verraten!

Beeinflusst das Internet Deine Lektüre?

Bestimmt. (Ehrlich gesagt, verstehe ich die Frage nicht so wirklich …)

Was machst Du lieber als zu bloggen?

In einem Strandkorb am Wattenmeer sitzen und Gedanken fließen lassen. Zum Beispiel.

Mit wem würdest Du gern über die Inhalte Deines Blogs diskutieren?

Mit jedem, der zu meinem Blog Diskussionsbedarf hat. Ich selbst hab so erst mal keinen, bin aber für Fragen jederzeit offen.

Hast Du die Fragen gern beantwortet?

Och, ja. Hat nicht weh getan!

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Hier sind meine Nominierungen:

… das Deichgrafikerin-Blog von Katja Frauenkron
… das WordPress-Bistro von Michaela Steidl
… Lesegefahr! von Martin Häberle
Pyrolirium von Susanne Peyronnet
False friends, good and bad translation von Martin Crellin
Aquatypien von Daniela Revink
Gesakram von Gesa Füßle
Akquiseblog von Martina Bloch
Alles Verhandlungssache! von Heiko Stein
300 words von Susanne Schmidt-Wussow
Umgangsformen Hamburg von Astrid Fiedler

Und hier sind eure Fragen:

  1. Ist dein Blog aus einer geplanten (strategischen) Entscheidung heraus entstanden oder eher spontan?
  2. Wie nah sind die Blog-Inhalte dem Thema, mit dem du dein Geld verdienst?
  3. Hast du über dein Blog schon Kunden gewonnen?
  4. Bloggst du mit eigenen Vorgaben (z. B. »mindestens ein Artikel pro Woche« oder »mindestens XY Zeichen pro Artikel«)?
  5. Hast du noch weitere Blogs außer dem, mit dem ich dich hier nominiert habe?
  6. Mal unabhängig von Marketing- oder sonstigen geschäftlichen Aspekten: Was bedeutet dir dein Blog persönlich?
  7. Reale oder fiktive Person, tot oder lebendig – spielt alles keine Rolle: Wen würdest du gern mal als Gastautor/-in in deinem Blog schreiben lassen – und worüber?
  8. Gibt es Dinge, die du ohne dein Blog nicht erreicht oder erlebt hättest? Welche sind das?
  9. Wie wichtig sind dir Schreibstil und Rechtschreibung in deinem Blog?
  10. Du darfst in der Neuauflage eines Filmklassikers mitspielen. Welchen Film und welche Rolle wählst du, und warum?
  11. Womit kann man dir IMMER eine Freude machen?
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2 Kommentare

  1. Am 9. Oktober 2014 um 08:43 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Der Liebster-Award ist ja eine schöne Aktion! Habe den Button schon so oft gesehen, aber nie so genau gewußt, was er bedeutet, und immer das Recherchieren vergessen…

  2. Am 28. Oktober 2014 um 11:55 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Vielen Dank für Deine Nominierung. Ich bin froh, dass ich nicht gewußt habe, auf was ich mich da einlasse. Ich bin ganz schön ins Schwitzen gekommen aber es ist vollbracht. Voilà:

    http://aquatypien.wordpress.com/2014/10/27/liebster-award-uuups-ich-bin-nominiert/

    Jetzt schwitze ich nur noch, was meine Nominierten davon halten und ob sie mich steinigen 😉

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